SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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97980 Bad Mergentheim
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Erfahrung schon seit 1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

SPINALSTENOSE
weitere Suchbegriffe:
spinale Enge, spinale Stenose

Kurz zur Anatomie (= Lehre vom Körperaufbau)

Der von den Wirbellöchern (Foramina vertebralia) gebildete, von den Wirbelbögen und -körpern, Bandscheiben und Ligamenta flava begrenzte Rückenmarks-, Spinal- oder Wirbelkanal, enthält das Rückenmark und dessen Häute (nach Roche-Lexikon)


;;;;;;;; Bildquelle: modif. nach www.neurochirurgie-sg.ch

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Die Spinalstenose (Spinalkanalstenose) is t eine absolu te oder relative En ge des Spinalkanals. Je n achdem, an wel cher Stelle diese Spinalstenose vorlieg t, können sehr unterschiedliche Sym ptome (= Krankheitszeichen) auftreten.

Eine Spinalstenose (spinale Enge, spinale Stenose) kann en tweder
  1. angeboren sein (Knochen aufbaustörungen, Fehlbildungen wie z.B. Achond roplasie (= er bliche Knochenbildungsstörung)) oder
  2. erworben werden (z.B. in folge von Knochenerkrankungen und Ver letzungen oder degenerativen (= abnu tzungsbedingten) Veränderungen, sel tener auch Tumore)

Untersuchungen, die den Verdach t auf eine Spinalstenose (spinale Enge, spinale Stenose) erhär ten:

Am häufigs ten kommt es bei einer lum balen (= den Lendenbereich bet reffenden) Spinalstenose zu einem Sch merz. Als Ursache dom inieren degenerative (= abnutzungsbeding te) Veränderungen.

Bei der Ausbildung über mäßiger degenerativer (= abnu tzungsbedingte) Veränderungen fäll t der Bandscheibe eine Sch lüsselrolle zu. Der Wassergehalt des Galler tkernes der Band scheibe nimmt im Lau fe der Zeit ab und dam it die Elastizität, wo durch die Beweglichkeit beein trächtigt wird. Der Faser ring verliert allmäh lich seine Haltefunktion, w ird rissig und teilweise für die Gallertmasse durchlässig. Bereits in dieser Phase sind Bandscheibenvorfälle möglich. Das Bewegungssegment wird durch diese Bandscheibenveränderungen nunmehr ins tabil, wodurch die Fun ktionsbewegungen beeinträchtigt werden. Die Wirbel körper können sich dann gegen einander verschieben, worun ter die kleinen Wirbelgelenke besonders l eiden und schließlich mit arth rotischen (= krankhaften) Veränderungen reagieren (Spodyl arthrosen).;
Mit zunehmender Bandscheibendegenerat ion (= Bandscheibenabnutzung) nähern sich die Wirbel körper einander und reag ieren mit Randzackenbildung (Spon dylose) und Sklerosierung (= krankhaf te Verhärtung) der Deckplatten (Osteochond rose).;
Diese Veränderungen kön nen sich auch nach innen rich ten und dann zu einer Spinalstenose hren und in den bet roffenen Segmenten Schmerzen hervor rufen, bei entsprechendem Aus maß treten weitere Beschwerden hin zu, so z.B. Schmerzausstrahlungen in d ie Beine in Form einer pseudorad ikulären oder gar radikulären Symp tomatik (= Krankheitszeichen die au f eine scheinbar oder tatsächlich geschädig te Nervenwurzel zurückzu führen sind) bis hin zur Claudicatio spinalis. Dabei komm t es zu Schmerzen und Mißemp findungen im Bereich der Der matome (= Nervensegmente) des Sakral teils
;(= Kreuzbeinbereichs) des Rückenmar ks, die nach einer gewissen Gehstrecke auf treten und beim Stehen bleiben wieder abklingen.;

Medikamentöse Schmerzbehand lung bei spinale r Enge:
Akut (= plö
tzlich einsetzend, heftig) und su bakut (= eher schleichend ver laufend) können zunächs t (vorwiegend) peripher wir kende Analgetika (= Schmerz mittel, die am Ort der Schmerzen tstehung wirken) eingesetz t werden, insbesondere sog. nicht stero idale Antirheumatika (= R heumamittel), aus dieser G ruppe möglichst lang wirkende und magenschon ende wie z.B. Melox icam. Besonders magensc honend sind die sog. COX-2 In hibitoren, z.B. Parecoxib oder Etor icoxib, allerdings schein t diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislau f-Risiko verbunden zu sein, zum indest bei längerer Therapiedauer. Es bleib t abzuwarten, ob Parecox ib und Etoricoxib nicht auch noch vom Mark t genommen werden, wie schon andere M ittel dieser Stoffgruppe zu vor.
Bei stärkeren sch merzhaften Muskelverspannungen können darü ber hinaus auch Muskelrel axanzien (= Mittel zur En tspannung von Muskeln) (z.B. O rphenadrin, Tolperison) verord net werden.
Manch
mal sind aber die Sch merzzustände nur mit zen tral wirkenden Anal getika ((z.B. Tramadol, Tilid in, Oxycodon (Tilidin oder Oxyco don auch kombiniert mit Na loxon) oder Morphin)) (= im Gehi rn bzw. Rückenmark w irkende Schmerzmittel) beherrsch bar.
Die Kombination mit schmerzd istanzierenden Ant idepressiva (= Mittel gegen Depress ion, aber auch bei diesen Schmerzen hilf reich) (z.B. Doxepin, Map rotilin) oder auch Neuroleptika hilf t in vielen Fällen Schmerzmittel ein zusparen.

Therapeutische Lokalanästhesie (= Behand lung mit einem örtlichen Betäubungsmi ttel):;
Bei anhal
tenden Schmerzen sollten rech tzeitig alternative Methoden eingesetz t werden. Eine sehr wirksame Al ternative, ohne jedes Gewöh nungs- oder Such tpotential, ist die therapeutische Lokal anästhesie mit einem lang wir kenden örtlichen Betäu bungsmittel (z.B. Bupivacain) in Form von örtl ichen Betäubungen und Nerven blockaden.

Infiltrative Lokalanästhesie (= Infil tration mit einem örtlichen Betäubungsmi ttel):
Die einfachs
te diesbezügliche Therapie besteh t in der örtlichen Infiltration der meis t verspannten, an die Wir belsäu le angrenzenden Muskulatu r. Je nach segmen taler Ausdehnung reichen ca. 5 -10 ml Bupivacain 0,25% bis 0 ,5% völ lig aus.;
Eine weitere Mögl
ichkeit ist die geziel te Infiltration von Triggerpun kten (= kleine Reizzonen hp ts. in der Muskulatur) nach vorheriger Ident ifizierung derselben.

Periphere temporäre (= oberf lächliche, zeitlich begrenz te) Nervenblockaden bei schmerz hafter Spinalstenose:
Zur Unterbrechung segmen
taler Reflexkreise, aber auch zu r Therapie von Schmerz ausstrahlungen eignen sich bei Rüc kenschmerzen Blockaden (= Betäubungen) der korrespond ierenden Nervenwurzeln (= im Schmerz bereich befindliche Nervenaust rittstellen neben der Wir belsäule). Im Lenden bereich auch kon tinuierlich mit Katheter (*siehe unten).;
Schmerzausstrahlungen in Schul
ter / Arm, wie sie bei einer Spinalstenose der un teren Halswirbelsäule in ty pischer Weise vorkommen, sprechen zu friedenstellend auf die wiederhol te hohe Blockade des Plexus brachial is (= Betäubung des Armnerven geflechts im seitlichen Hals bereich) nach Winnie an. Tech nisch risikoärmer und of t besser wirksam ist jedoch d ie kontinuierliche, retrograd hohe Plexus brachialis-Blockade m it Katheter (*siehe unten).;
Im Bereich der
Be ine können bei en tsprechender radikulärer oder pseudorad ikulärer Schmerzausstrahlung (= Sc hmerzen die auf eine ta tsächlich oder scheinbar geschädig te Nervenwurzel zurückzu führen sind) der vordere Oberschen kelnerv (N. femoral is) und / oder der Isch iasnerv wiederholt blockier t werden, in hartnäckigen Fällen m it Katheter (* siehe unten).;
Eine Periduralblockade (= rücken
marknahe Betäubung) im Bereich der Hals wirbelsäule erfordert ein st renge Nutzen-/Risikoanalyse.;
Die lumbale Periduralblockade
(= rückenmar knahe Betäubung im Lenden bereich), insbesondere kon tinuierlich mit Katheter*, ist bei Rücken- bzw. Kreuz schmerzen aufgrund einer Spinalstenose eine sehr effek tive Therapiemaßnahme, die allerdings nur un ter stationären Bedingungen durch geführt werden sollte. Bei technischer Beherrsch ung, adäquater Lokalanästhet ika-Dosierung und Beach tung der hygienischen Bel ange kann das Risiko bei der An zeige "Rückenschmerzen" als vertret bar eingestuft werden.;

Statt mit einem örtl ichen Betäubungsmittel können die auf geführten, rückenmarknahen Bloc kaden auch mit einer verdünn ten Morphin-Lösung durchgeführt werden, allerdings ist dabei die häufig zu beobachtende, über die Behand lungszeit hinaus anhal tende Wirkung weniger ausgepräg t.;
Bei einem sehr sch
weren und sonst kaum behandel baren Rückenschmerz aufgrund einer Spinalstenose kann zur Durchführung rücken marknaher Blockaden auch eine kleine Schmerzpumpe unter die Hau t gepflanzt werden. Das Arznei mittelreservoir der Pumpe wird dann in bestimm ten Zeitabständen durch die Hau t hindurch mit Hilfe einer Spri tze wieder aufgefüllt.

Bei der sog. kontinuierl ichen Blockade w ird ein dünner Ku nststoffschlauch vorübergehend (z.B. 14 Tage l ang) dicht an Nervengeflech te bzw. den be troffenen Nerven eingepflanzt. Die Ein pflanzung erfolgt durch eine han delsübliche Kanüle hindurch, es m uß also nicht „aufgeschn itten“ werden. In der Folge w ird über d iesen Katheter mehrmals täglich, je weils nach Abkl ingen der voran gegangenen Dosis, das Lokalanäst hetikum (= örtliche Betäubungsmittel) völl ig schmerzlos nachgespri tzt. In bestimmten Fällen kan n zur Verabreich ung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter h indurch auch eine kleine Pum pe angeschlossen werden. Das Lokalanästhe tikum (= örtliche Betäubungsmittel) w ird bei dieser Behandlung so dosier t, dass die grobe Kraf t erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hem mung der Schmerzreizleitung), dam it begleitend krankengymnast ische Übungsbehandlungen möglich bl eiben. Dass die schmerzlindernde Wirku ng i.d.R. über die eigentliche Behand lungszeit hinaus anhäl t, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß be i dieser Blockadebehandlung auch die sog. vege tativen Nerven bet roffen sind, woraus eine seh r deutliche Durchblutungs steigerung resultiert. Dies ist der Grun d, warum diese Behandlungs methode besonders bei Sch merzen, die durch en tzündliche oder degen erative Prozesse entstanden sind, h ilfreich ist.;

Physikalische Therapie
Auch die Elektrost
imulation kann eine Beschwerdel inderung herbei führen. Die transkutane Nervenstimulation m it Niederfrequenz generator über Klebeelektroden (TE NS) hat den Vorteil, daß s ich die Patienten bei Bedarf sel bst behandeln können. Die Elekt roden werden paarig ne ben der Wir belsäule im Sch merzbereich aufgeklebt. Durch Ve ränderung der Stimulationsf requenz und der Elektroden größe kann die Wirkung opt imiert werden.;Auch ei ne sog. Hochtontherapie kann seh r hilfreich sein.
Eine weitere physi
kalische Behandlungsmöglichkeit ist bei Rücken schmerzen die oberf lächliche Kältetherapie im Schmerz bereich. Wir verwenden einen elek trischen Kaltluftgenerator, dessen Luf tstrom auf ca. -10 bis - 15 Grad C abgekühl t ist.;
Manche Patien
ten mit Rückenschmerzen em pfinden allerdings loka le Wärmeapplikationen (Rot licht) als besser wirk sam. Warme Bäder können eben falls Rückensch merzen lindern.;
Die Verordnung von gewöhn
lichen Massagen ist auch bei e iner spinale n Stenose nicht sinn voll. Für den Patien t mag diese Behandlung zwar an genehm sein, aber unter schmerztherapeutischem Aspek t bringt sie nichts und führ t nur zu un nötigen Kosten.
Nahezu unverzich
tbar ist bei einer spinale n Enge (S tenose) aber d ie heilgymnastische Therapie, da m eist nur diese geeig net ist, einen ärztl ichen Behandlungserfolg zu s ichern und längerfristig zu stabil isieren. Dabei gilt es, die Muskel n neben der Wirbel säule zu trainieren, da au f Dauer nur eine kräftige/suffizien te Muskulatur eine stat ische und dynamische Sch wäche des Achsenorgans kom pensieren kann.;
Auch eine Magnet
feldtherapie (pulsierende Signal therapie) kann schmerzl indernd wirken.

Andere Therapiemaßnahmen;
Der Vol lständigkeit halber dar f die Akupunktur nicht unerwähn t bleiben.;
Wichtig sind individuelle Inst ruktionen zur richtigen Hal tung und Vermeidung von über mäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funk tionelle Ergotherapie bzw. Rüc kenschule). Darüber hinaus ist an zustreben, daß die betroffenen Patien ten Übungen zur Lockerung der
Mus kulatur erlernen.;
Die Verordnung von Hil
fsmitteln wie z.B. stabil isierende Korsette sollten dem Or thopäden vorbehalten sein.;
Hyp
noide (= bewußtseinsverändernde) Ver fahren wie autogenes Training oder prog ressive Relaxation nach Jakobson sin d auch bei Rückensch merzen eine sinnvolle Erg änzung der Gesam tstrategie, da auch sie zu einer musku lären Entspannung fü hren, ebenso Biofeedback (= Regist rierung und Rückmeldung bioelek trischer Signale).
Psychologisch /
psychot
herapeutische Interven tionen können beim ausgepräg ten "psychosomat ischen Schmerz" angezeig t sein, da auch verdrängte Konf likte muskuläre Verspannungen und Sch merzen verstärken können.;

Viele gute Grün de sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, u.a.:

  • Reichhaltige Erfahrungen - in der Klinik werden seit 1987 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.
  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet „Spezielle Schmerztherapie".

Auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen Rehabilitationsbehandlungen an und Patienten mit privater Krankenkasse erhalten eine Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918. Die Klinik ist auch beihilfefähig. Teil weise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kos ten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zu vor (gilt auch für private Kassen o der Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Frag en haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

Infos (z.B. Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0 * Fax: +49 (0) 7931 - 545-131

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

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Impressum; Aktualisiert:>09.12.2009</>